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01.07.2010 - Werbung - des Einen Freud, des Anderen Leid!

    Manchmal ist es zu viel! Man will nur gemütlich in die Mensa essen gehen, sich mit Freunden unterhalten und hat nicht viel Zeit, bis man wieder im Hörsaal sitzen muss. Die erste Hürde hat man genommen, wenn man sich durch die endlosen Reihen kreuz und quer aufgestellter Fahrräder im Mensahof geschlängelt hat (immer wieder gibt es schadenfrohen Beifall, wenn eine Reihe Räder im Dominoeffekt umfällt, weil einer beim Parken nicht aufgepasst hat).
Da kann man nur sagen: Uff! Geschafft!, wenn man heil durch ist Aber wir wollen hier nicht das Ärgernis rücksichtlos geparkter Räder diskutieren - das tun wir bereits gemeinsam mit dem UStA – heute geht es um das Ärgernis, das meist nach den Rädern kommt: die Werbung. Da quatscht mich doch einer an und will mir eine Mitgliedschaft für einen Automobilclub aufschwatzen, wo ich doch gar kein Auto habe. Und wenn ich den abgewimmelt habe, soll ich bei einem Global Player ins Jobteam kommen, obwohl ich erst im zweiten Semester bin. Muss das sein? mehr

Die Antwort ist so klar wie schnell gegeben. Jein!

Warum Werbung?
Das Studentenwerk Karlsruhe ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, aber keineswegs zu 100 Prozent aus Landes- oder Bundesmittel finanziert. Zwischen 65 bis 70 Prozent unseres Umsatzes erwirtschaften wir selbst nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten - Studierendenbeiträge machen hier "nur" 12,6 Prozent aus. Die fehlenden Prozente kommen aus Aufwandsentschägigungen für BAföG und durch Finanzhilfen des Landes und Investitionszuschüsse. Sicher sind nur Sie unsere Kunden, und Ihr Wohl liegt uns am Herzen, aber Werbung ist nunmal eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit für uns. Die Einnahmen aus Werbung sind für uns sehr wichtig. Da das Studentenwerk als Anstalt des öffentlichen Rechts keine Gewinnerzielungsabsicht hat, müssen die Einnahmen aus der Werbung direkt reinvestiert werden und das werden sie auch, nämlich in die studentische Infrastruktur von campusLiFE, über Kultur, studentische Kulturzentren bis hin zu studentischen Projekten. Viele dieser Dinge könnten wir ohne diese Einnahmen nicht stemmen, was wir sehr schade fänden. Werbung ist also für uns eine notwendige Geldquelle, um Ihnen Leistungen anbieten zu können.

Wie nicht!
Sicher sollte das gesunde Maß der Belästigung nicht überschritten werden, aber in zweieinhalb Jahren haben wir gerade man ein halbes Dutzend Beschwerden bekommen und - das ist die andere Seite der Medaille - genauso viel oder noch mehr Lob dafür, dass die Studierenden hier Informationen, Werbegeschenke oder Angebote nutzen können, für die sie sonst weite Wege zurücklegen müssten. Auch das kann Werbung! Die Meinungen sind hier also gespalten. Es gibt mindestens so viele Befürworter wie Ablehner.

Also, leider gilt der alte Grundsatz: Des Einen Leid, des Anderen Freud. Und da wir die Gelder wieder für die Studierenden einsetzen, hoffen wir, dass Sie mit einem Maß an Werbung leben können. Und wenn es mal zuviel wird, schreiben Sie uns an: pr@studentenwerk-karlsruhe.de.

Bild: Mark Tollas über Pixelio.de